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Patientenbereich
Stationärer Aufenthalt

Die durchschnittliche Dauer des stationären Aufenthaltes im Krankenhaus liegt bei 7 Tagen und kann bei älteren Patienten, bei Fatigue-Zuständen oder im Falle von Komplikationen auch darüber hinausgehen.

Jeder Fall ist spezifisch und hängt von Ihnen (Ihrem Alter, Ihrem Gesundheitszustand, Ihren Begleiterkrankungen usw.), der Art des Eingriffs und den Folgen (Schmerzen, Unabhängigkeit, mögliche Komplikationen usw.), von Ihrer häuslichen Umgebung, Ihrer Lebensweise und Ihren Gewohnheiten sowie schließlich von der vorhandenen oder nicht vorhandenen Notwendigkeit einer Rehabilitation ab.

 

DER VORTAG:

Am Tag vor dem Eingriff werden Sie im Krankenhaus aufgenommen. Bitte bringen Sie alle präoperativen Ergebnisse und Röntgenunterlagen (Röntgenaufnahmen, MRI, Szintigraphie usw.), Ihre Versichertenkarte und die unterzeichnete Einwilligung nach Aufklärung mit.

Bringen Sie auch Ihre Toilettensachen und einfache Kleider zum Überziehen mit.

Das Pflegepersonal nimmt Sie in Empfang und bringt Sie in Ihr Zimmer. Es erfolgt die Visite mit Ihrem Chirurgen und Anästhesisten.

Der Anästhesist bespricht mit Ihnen dann noch einmal die letzten Einzelheiten kurz vor dem Eingriff. In einigen Fällen ist der visitierende Anästhesist ein anderer als der, den Sie aus dem Beratungsgespräch vor dem Eingriff kennen. Seien Sie unbesorgt, der Anästhesist, den Sie vom Beratungsgespräch kennen, hat dem Kollegen, der Sie nun betreut, alle notwendigen Unterlagen übergeben und diese erläutert. Der nun zuständige Anästhesist wird sich mit Ihnen unterhalten und Sie zu neu aufgetretenen Ereignissen seit der Beratung befragen. Er wird sich auch die Ergebnisse der Untersuchungen seit dem letzten Gespräch anschauen.

Schließlich wird er die endgültige Behandlungs- und Überwachungsstrategie während und nach dem Eingriff festlegen und Sie über das Verfahren informieren.

Bei Ihrer Aufnahme in das Krankenhaus erhalten Sie vom Personal ein antiseptisches Mittel, mit dem Sie sich am Vortag und am Morgen der Operation zur Vorbereitung auf den Eingriff den Körper und die Haare waschen sollen. 

 

AM TAG DES EINGRIFFS:

Am Morgen des Eingriffs

Sie waschen sich erneut mit dem antiseptischen Mittel und ziehen dann die OP-Kleidung an. Ihre Bettwäsche wird komplett gewechselt. Eine Stunde vor dem Eingriff verabreicht man Ihnen eine Vorabmedikation, mit der Sie ruhiger werden und vom Pflegepersonal erhalten Sie ein Identifikationsband, das Sie während Ihrem Krankenhausaufenthalt tragen.

Schmuck, Kontaktlinsen, Brille, Zahnprothesen und Piercings müssen vor der Überführung in den Operationssaal entfernt werden.

Verwenden Sie kein Make-up oder Nagellack, damit die Überwachung der Färbung Ihrer Haut während der Narkose nicht beeinträchtigt wird.

Wenn Sie eine Zahnprothese tragen, teilen Sie uns das bitte mit. Sie erhalten dann einen Behälter, in dem Sie die Prothese aufbewahren können.

Sechs Stunden vor der vorgesehenen Narkose müssen Sie nüchtern sein, d. h. ab Mitternacht sollten Sie nichts mehr zu sich nehmen. Ihre gewohnten Medikamente können Sie zum vorgegebenen Zeitpunkt einnehmen. Voraussetzung ist aber, dass Sie dies ohne einen Schluck Wasser tun. Zwölf Stunden vor der Narkose dürfen Sie keinen Alkohol mehr trinken oder rauchen.

Im Operationssaal

Bis zum Eingang des Operationssaals werden Sie vom Krankenträger begleitet.

Das OP-Team führt Sie in den Vorraum, wo Sie auf den Eingriff vorbereitet werden (Kontrolle der Patientenakte, Überwachung, Infusion usw.).

Im Operationssaal werden Sie vom OP-Personal und vom Anästhesisten auf den OP-Tisch gelegt.

Wenn Ihre gesamten Funktionen unter Kontrolle sind, werden Sie gemäß dem gewählten Verfahren narkotisiert. Eine Vorrichtung für die orthopädische Chirurgie wird angebracht und vom Chirurgen kontrolliert. Ihr Eingriff kann nun beginnen.

Im Überwachungsraum nach dem Eingriff

Nach dem Eingriff werden Sie in den Aufwachraum gebracht, wo Sie bis zum Aufwachen überwacht werden. Ein Team bestehend aus Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern überwacht Ihre Vitalparameter (Puls, Blutdruck, Sauerstoffversorgung des Blutes). Währenddessen werden auch die Schmerzen eingeschätzt (mithilfe einer Schmerzskala) und es erfolgt eine entsprechende Behandlung.

Je nach Eingriff wird eine Röntgenaufnahme zur Kontrolle von einem Mitglied des OP-Teams entweder im Aufwachraum oder in der Röntgenabteilung vor der Rückkehr in Ihr Zimmer durchgeführt.

Nach einem Aufenthalt von etwa 2 Stunden im Aufwachraum bringt der Krankenträger Sie wieder in Ihr Zimmer zurück.

Auf der chirurgischen Orthopädiestation

Das Stationsteam legt Sie entsprechend der Ratschläge des Chirurgen und des Anästhesisten in Ihr Bett. Man wird Ihnen so, dass es für Sie bequem ist, bei einer Hüftprothese ein Antiluxationskissen zwischen die Beine klemmen und bei einer Knieprothese eine Schiene anlegen.

Die Überwachung der Vitalparameter beginnt mit der Messung Ihres arteriellen Blutdrucks und der Temperatur. Der Verband, die Drainage und der Urin werden den ganzen Tag über überwacht.

Die Schmerzüberwachung wird auf der chirurgischen Abteilung durch systematische Verabreichung von Schmerzmitteln überwacht.

Mit der Wiederherstellung Ihrer Bewegungsfähigkeit wird bereits am Nachmittag oder spätestens am nächsten Tag begonnen. Das Stationsteam erklärt und zeigt Ihnen die möglichen und zu vermeidenden Bewegungen und wie ein Ausrenken der Prothese vermieden wird.

Vermeiden Sie am ersten Tag auch zu viele Besuche und beschränken Sie die Besuche auf Ihre nächsten Familienangehörigen. Zu viele Besuche sind nach der Operation zu ermüdend.

In bestimmten Fällen erhalten Sie eine Injektion unter die Haut mit einem Antikoagulationsmittel (Heparin mit niedrigem Molekulargewicht: LMW-Heparin), um das Blut flüssig zu halten und um das Risiko einer Venenentzündung zu vermeiden.

 

DIE TAGE NACH DEM EINGRIFF:

Am nächsten Tag überwacht das Pflegepersonal Ihre Vitalparameter (Puls, Blutdruck, Temperatur) im Durchschnitt zweimal pro Tag. Die Schmerzen werden weiterhin überwacht und es wird folglich weiter ein Schmerzmittel verabreicht. Der Verband wird täglich überprüft.

Meist sind die ersten 24 Stunden ungemütlich, Sie müssen das Bett hüten, sind müde und es sind Drainagen vorhanden, die ein selbständiges Aufstehen verhindern. Ihre Toilette erfolgt im Bett mithilfe des Pflegepersonals, Sie erhalten Stützstrümpfe (zum Schutz gegen eine Venenentzündung). Diese müssen Sie den ganzen Tag tragen.

Mit Ihrem Physiotherapeuten üben Sie das erste Aufstehen. Er kümmert sich auch während dem weiteren Krankenhausaufenthalt um Sie. Er schlägt Ihnen Übungen vor, mit deren Hilfe Sie schnellstmöglich wieder selbständig werden (Gehen, Treppensteigen, usw.).

Jeden Tag erfolgt die Visite vom Chirurg und Anästhesisten. Stellen Sie bei dieser Gelegenheit ruhig Fragen.

Während Ihrem Krankenhausaufenthalt erlangen Sie Ihre Selbständigkeit zurück. Das Pflegepersonal und die Physiotherapeuten unterstützen Sie dabei.